Unmut

O Herbst! betrübt verhüllst du
Strom, Wald und Blumenlust,
Erbleichte Flor, wie füllst du
Mit Sehnsucht nun die Brust!
Weit hinter diesen Höhen
Die hier mich eng umstellt,
Hör ich eratmend gehen
Den großen Strom der Welt.
In lichtem Glanze wandelt
Der Helden heil'ger Mut,
Es steigt das Land verwandelt
Aus seiner Söhne Blut.
Auch mich füllt' männlich Trauern,
Wie euch, bei Deutschlands Wehn –
Und muß in Sehnsuchtsschauern
Hier ruhmlos untergehn!

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Zitationsvorschlag für dieses Objekt
TextGrid Repository (2012). Eichendorff, Joseph von. Gedichte. Gedichte (Ausgabe 1841). 3. Zeitlieder. Unmut. Unmut. Digitale Bibliothek. TextGrid. https://hdl.handle.net/11858/00-1734-0000-0002-98C1-D